Achtsamkeit am Arbeitsplatz – ein Fallbeispiel

Arbeitnehmer*innen sind in der heutigen Zeit einer stetig zunehmenden Anzahl an Herausforderungen und komplexen Erwartungen ausgesetzt. Einerseits sollen sie möglichst effizient und ergebnisorientiert arbeiten. Andererseits sollen sie in ihren Denkstrukturen und Lösungsansätzen weitestgehend flexibel und an neue Situationen anpassungsfähig bleiben.

Die zunehmende Digitalisierung bringt eine ständige Erreichbarkeit und damit das Verschwimmen der Grenze zwischen Berufs- und Privatleben mit sich. Veränderte gesellschaftliche Strukturen zwingen die meisten Arbeitnehmer*innen in eine Rolle der doppelten Verantwortung und Belastung: Neben dem Einkommenserwerb müssen sie Kinder großziehen und/oder Angehörige pflegen und versorgen.

Stress, Frust, Sorge, Wut und Niedergeschlagenheit sind Gefühle, die häufig in Verbindung mit dem Berufsalltag einhergehen.

Die Zahl der Krankenstände wegen Burnout und Depression nimmt stetig zu. Dies betrifft Mitarbeiter*innen wie auch Führungskräfte.

In diesem Rahmen möchte ich die Fragestellung erörtern, inwiefern Achtsamkeitstraining helfen kann,

Geistige Klarheit versus Fegefeuer der Emotionen

Allgemeines Ziel des Achtsamkeitstrainings ist es,

  • Stresserscheinungen durch Beobachten und Steuern der Emotionen zu mindern sowie
  • Erschöpfungszustände rechtzeitig wahrzunehmen und zum Beispiel durch Entlastung und Verantwortungsabgabe darauf zu reagieren.

Befindet sich der Geist in einem entspannten, in sich ruhenden Zustand, kann seine Aufmerksamkeitsspanne und Konzentrationsfähigkeit erhöht werden. Der Mensch kann in seiner Entscheidungsfindung rationaler und organisierter denken und handeln.

Dank geistiger Klarheit können wir auch eigene schwierige Gefühle am Arbeitsplatz wahrnehmen und strukturiert damit umzugehen lernen. Wir können nach konstruktiven Lösungsansätzen für Probleme suchen, die sonst dem Fegefeuer der Emotionen zum Opfer fallen würden.

Achtsamkeitstraining kann helfen, unbewusste Reiz-Reaktions-Muster zu erkennen und deren negative Auswirkungen aufzulösen oder abzumildern.Unsere Souveränität wird gestärkt, wenn wir uns in unserem Reden und Handeln unseres Tuns und unserer Auswirkungen bewusst sind – und nicht zu Marionetten unserer Emotionen werden. Damit kann Konflikten im Team vorgebeugt werden. Ein harmonisches Team führt zu mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz und höherer Leistungsfähigkeit jedes einzelnen.

Mit Achtsamkeitsübungen können die Bereiche des Gehirns trainiert werden, die dafür zuständig sind, dass wir uns glücklich fühlen. Dies führt zu einer Steigerung des Wohlbefindens und der Lebensqualität. Davon profitieren nicht nur die Arbeitnehmer*innen, sondern das gesamte Team und damit das Unternehmen.

 

1 Gedanke zu „Achtsamkeit am Arbeitsplatz“

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